24h Lauf Reichenbach/Vogtland

Schon länge spukte der Gedanke in meinem Kopf herum. Wie weit kann ich in 24 Stunden laufen ??
Relativ spontan meldete ich mich dann beim 24h Lauf in Reichenbach an.

Die Vorbereitung lief mehr schlecht als Recht und so richtig glücklich war ich damit nicht.
Als Ziel hatte ich mir die 100km Marke gesetzt da ich nicht wusste wie mein rechtes Knie diese Strapaze aushalten würde.
Im März hatte ich massive Probleme als ich beim Fürther 6 Stunden Lauf nach 47km abbrechen musste.

Seit längerem verfolge ich die “Meldeläufe” um Michael Frenz und seit ca 3 Wochen bin ich nun selbst einer dieser Gruppe.
Der Mailverkehr mit dem Teamchef bzw Trainer im Vorfeld stimmte mich positiv auf diese doch neue Aufgabe für mich ein

Ich war tierisch aufgeregt als ich nach Reichenbach fuhr. Kann ich die Erwartungen der “Meldeläufer” erfüllen ??
Die anderen Athleten laufen dann ja doch in ganz anderen Regionen als ich. Wie wird man aufgenommen so als “Ultra Neuling”
1000 Fragen geisterten während der knapp 3 stündigen Fahrt um mich herum

All die Aufregung war umsonst. Im Stadion in Reichenbach lernte ich so nach und nach die ganze Athleten und die Betreuer kennen und war begeistert von der Herzlichkeit mit der ich aufgenommen wurde.
Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es relativ früh ins Bett.

7 Uhr Aufstehen. 7.30 Frühstück 8.30 Abfahrt ins Stadion. Der Morgen war gut durchorganisiert

Die Vorbereitung auf den Start um 10 Uhr klappte Super. Alles hat gepasst.

Pünktlich um 10 Uhr ging es los. Ich lies es langsam angehen. Machte immer wieder wie besprochen gehpausen.
Um 12 Uhr hatte ich 14,6km gelaufen. Nach 4 Stunden waren es 29,1km. Damit lag ich genau im Plan.
Nach etwas mehr als 6 Stunden hatte ich die Marathon Marke überschritten.
Um 20 Uhr standen 62,5km auf der Uhr. Ab 21 Uhr machte sich langsam mein Knie bemerkbar und die Kilometerzeiten wurden langsamer.
Gegen 23 Uhr und knapp 76km machte ich eine Pause in der Hoffnung das sich das Knie wieder etwas beruhigt.
Um 23.30 Uhr ging ich noch 2 Runden. Sofort waren die Schmerzen wieder da. Nach Rücksprache mit dem Team legte ich eine längere Pause ein.
Nach ca 3 1/2 Stunde hatte sich mein Knie etwas beruhigt und ich konnte weiter gehen mit leichten Schmerzen.
So machte ich mich ab ca 4 Uhr wieder auf die 1,2km Runde und sammelte weiter Kilometer ein um meinem Ziel näher zu kommen.
Gegen 8.20 Uhr hatte ich es geschafft. 84 Runden sind 100,8km. Ich war über glücklich.

Eigendlich wollte ich hier Aufhören aber durch die Motivationskünste unserer Teamchefs und der Betreuer lies ich mich überreden weiter zu laufen.
So waren es am Ende 106,8km die ich gelaufen bin. Ich war sowas von Stolz. Das hatte ich mir im Vorfeld nicht träumen lassen.

Ich möchte mich hier bei allen bedanken die dazu beigetragen haben das diese Laufveranstaltung so ein tolles Fest für die “Meldeläufer” geworden ist

- Beim Michael Frenz und Michael Irrgang für die Tipps und die Vorbereitung auf diesen Lauf, die Motivation und den selischen Beistand während der Veranstaltung.
- Bei den “Mädels und Jungs” in unseren Zelten. Hier wurden auch nach 20 Stunden noch Sonderwünsche Erfüllt. Besonders die “Laola Welle” war Spitze
- Bei den anderen Athleten die ich kennen lernen durfte. Es war einfach toll bei euch “verrückten”

Die ganze Laufveranstaltung war mehr ein “miteinander” als ein “gegeneinander”.

Ich freue mich jetzt schon auf viele gemeinsame Aktionen in der Zukunft und hoffe das es euch mit mir genau so viel Spaß gemach wie mir mit euch.

Ich werde hart an mir arbeiten um mich zu verbessern und beim nächsten 24h Lauf heist mein Ziel dann “3fach marathon”

Viele grüße von einem überglüchem Läufer aus Franken
Heiko

 

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