Finisher beim Challenge in Roth

GESCHAFFT!!!!!

Ich habe mein Versprechen bei meiner Tochter einlösen können. Nach 12 Stunden und 50 Minuten bin ich zusammen mit meinen 2 Kindern bei der Challenge in Roth über die Ziellinie gelaufen.

Vor knapp 2 Jahren habe ich mir geschworen, wenn Ronja ihre schwere Herz-OP übersteht, daß ich 2011 in Roth die Langdistanz im Triathlon überstehe. Ronja war durch Ihren schweren Start ins Leben dafür mit verantwortlich, daß der Verein “Lauf für Kinderherzen” entstanden ist und heute immer mehr Zuspruch findet und dadurch herzkranke Kinder und Ihre Eltern durch Spendengelder unterstützt werden können. Und Ronja hat es geschafft, daß ICH mein ganzen Leben überdenkt habe und heute die Welt auch aus einem anderen Blickwinkel sehe. Es war für mich in den letzten 18 Monaten eine ganz neue Erfahrung die ich dadurch erleben durfte.

Zu einem daß mein Körper sich langsam wieder richtig NORMAL entwickelt und daß ich selber feststellen konnte, wie Sport viele Menschen miteinander verbinden kann um für eine gute Sache zusammen zu arbeiten. Ich habe neue Freunde durch diese Aktion kennen und lieben gelernt. Heute möchte ich mich auch noch besonders bei ein paar Sponsoren bedanken, ohne die ich diese Challenge nie geschafft hätte.

Bodo und Christine mit Ihrem Team von Fahrrad-Dresel aus Höchstadt, die mir neben einen Zeitfahrrad von Cervello auch mit Rat und Tat hinter mir gestanden haben und mich bei meiner Entwicklung zum FINSIHER unterstützt haben. Und natürlich auch mein Kollege Tom Fink mit seiner Praxis motif, der mir seit meiner Entscheidung neben dem Trainingsplan zu schreiben mich zu meinen sportlichen Höchstleistungen getrieben hat. Zuletzt zu erwähnen ist natürlich neben Raik mein Schleifer auch meine Frau, die mir die nötige Zeit gegeben hat, daß ich ausreichend trainieren konnte.

Natürlich auch Danke an alle anderen Sponsoren und Unterstützer die ich jetzt namentlich nicht erwähnt habe. Hier finden Sie nochmal alle Unterstützer. Danke auch an alle Bekannte, Freunde und meiner ganzen Familie.

Nun aber nochmal zurück zur Challenge 2011 in Roth. Neben mir starteten noch 3 weitere Sportler (Tom Fink, Thomas Bauer und Martin Pfeiffer) als Einzelstarter sowie 5 Staffeln für Lauf für Kinderherzen.

Staffel 1: Nicole Leder, Daniel Stumpf, Stefan Schmidt
Staffel 2: Mandy Thieme, Ulrike von Ungern Sternberg, Raik Krunig
Staffel 3: Oliver Travis, Nelson Madlangbahan, Christian Kubik
Staffel 4: Vassilios Dogas, Peter Dennerlein, Monika Schleebach
Staffel 5: Ernst Liebich, Marc Seidel, Curd Lang

Bis auf Thomas, der leider mit starken Schmerzen beim Laufen vorzeitig abbrechen musste, erreichten alle anderen die Ziellinie in Roth. Am Morgen konnten wir bei herrlichsten Wetter mit dem Schwimmen starten. Ich wurde um 7:30 Uhr mit der 10. Startgruppe auf die 3,8 km auf die Reise geschickt. Mit grossen Ablaus von vielen Zuschauern ging es in den Main-Donau Kanal. Dank des Liedes von Challenge was kurz vor dem Startschuß gespielt worden ist, absolvierte ich ein Grossteil der Strecke singend und merkte gar nicht, daß ich im Schwimmen eine Recht gute Zeit absolvierte. Nach 1:13 Stunde betrat ich wieder das Festland.

Nach ein paar Minuten im Wechselzelt ging es auf die 180km Radstrecke.

Jeder hatte mir vorher gesagt, ich soll den Wettkampf geniessen. Bei allen Stimmungsnestern bedankte ich mich bei den Zuschauer, was auch prompt durch Ablaus und grosser Lautstärke zugegeben worden ist. Es war schon ein Wahnsinnsgefühl (ich hatte Tränen in den Augen) als ich das erste mal den Solarer Berg hinauf für. Ca. 50.000 Zuschauer empfangten uns lautstark und applaudierten und den Hügel hinauf.

Die letzten 40km der Radstrecke hatte ich dann relativ starke Schmerzen an den Fußsohlen und an meinen Fußseiten. Fast genau nach Plan bin ich dann mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 30km/Stunde nach 6:03 Stunden vom Rad gestiegen. Beim Abstieg habe ich dann schon gemerkt, der Marathon wird nicht leicht.

Nach dem Wechsel bin ich losgelaufen. Kurze Zeit danach ging von meiner Muskelatur schon nicht mehr viel. Mit Krämpfen entschied ich mich dann den Marathon erst einmal zu walken. Bei Kilometer 13 sah ich dann meine Familie viele Freunde und unseren Prof. Dr. Cesnjevar die mir wieder Mut gemacht haben, den Marathon ebenfalls zu schaffen. Kurze Zeit danach konnte ich dann wieder langsam loslaufen. Bei ca. 9km/Stunde war jedoch Schluß. Sowie ich schneller wurde, kamen die Krämpfe zurück. Also blieb ich bei dieser Geschwindigkeit und konnte so den Rest durchlaufen.

Ab Kilometer änderte sich das Wetter. Jetzt kamen wir Läufer in ein starkes Gewitter mit Platzregen. Später hat man uns gesagt, daß ca. 30 Liter pro qm gefallen sind. Aber das Wetter war eigentlich egal. Wichtig war nur zu finishen.

Und dann war es endlich soweit. Um ca. 20:20 Uhr kam ich überglücklich ins Stadion. 200 Meter vor dem Ziel übergab mir meine Frau Sandra unsere beiden Kinder, damit ich diese 200 Meter zusammen mit ihnen geniessen konnte. Überglücklich und übermannt von meinen Gefühlen bin ich dann ins Ziel gelaufen. Was für ein Gefühl. Im Ziel standen dann meine Frau, meine Schwägerin Ines um mir die Medaille zu überreichen. Auch meine 2 Kleinen bekamen eine Medaille. Josephine hatte diese 2 Tage nicht mehr ausgezogen. Egal ob beim schlafen oder im Kindergarten. Sie wurde überall mitgenommen.

Im Ziel überreichten wir dann noch obligatorisch noch unsere gesammelten Spenden an die Uniklinik Erlangen und an die Ronald McDonald Oase in Erlangen zusammen mit unseren Sportlern und Kathrin Walchshöfer vom Team Challenge Roth. Mit abschliessenden Feuerwerk endete dieser Wahnsinnstag für mich und alle anderen Sportler, Fans und Helfer.

Auch nochmal vielen Dank an die Helfer und Anwohner von der Challenge in Roth. Ihr seit EINZIGARTIG!!!!! Ich habe soviel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft selten gesehen. IHR SEID ROTH!!!! DANKE EUCH FÜR DIESEN EINMALIGEN AUGENBLICK

Die Ergebnisse findet Ihr auch nochmal auf der Challenge Seite oder auf meiner Seite

In den nächsten Tagen werde ich noch mehr Bilder von der Challenge 2011 sowie Presseberichte hierüber einstellen.

Mit sportlichen Grüssen
Andreas

   

One Response to “Finisher beim Challenge in Roth”

  1. Hallo Andreas,
    Es war eine riessen freude dich Auf der finishline zu begruessen.
    RESPEKT vor dieser Leistung und alles gute fur dich, deine Familie und deine Stiftung